Die Proteste gegen Three Strikes in Südkorea wachsen

suedkorea_urutsegIn Südkorea kommt das Gesetz zur „abgestuften Erwiderung“ auf Urheberrechtsverletzungen nach Informationen von Heise zunehmend in die Kritik.

Letzte Woche hat die Menschenrechtskommission des Landes eine Überprüfung des 2009 in Kraft getretenen Three Strike-Systems gefordert, das Sanktionen bis hin zum Kappen des Internetzugangs bei wiederholten Copyright-Verstößen vorsieht.

Die Vorteile des „Three Strikes“-Systems sind nach Ansicht des Gremiums nicht erkennbar, während im Gegenzug die Informationsfreiheit und die Möglichkeit zur Teilnahme am kulturellen Leben der Gesellschaft sehr massiv bedroht würden.

Die bisher verhängten Netzsperren sollen häufig unverhältnismäßig gewesen sein und die Hälfte der Copyrightsünder sollen nur mit Copyrightverletzungen von Werken im Wert von weniger als 90 US-Cents in Verbindung gebracht werden können.

Eine neue Initiative aus dem Parlament will das Three Strikes-Gesetz jetzt kippen und die Provider von der Verpflichtung entbinden, im Netzverkehr ihrer Kunden nach Copyrightverletzungen zu schnüffeln, um die dann zu melden.

Internationale Bürgerrechtsorganisationen wie die Electronic Frontier Foundation (EFF), die Free Software Foundation (FSF), La Quadrature du Net und Public Knowledge unterstützen die Initiative gegen das Three Strikes-Modell mit einem offenen Brief.

Die Verbände der Rechteinhaber laufen währenddessen Sturm gegen das Ansinnen der Volksvertreter von Südkorea. Naja, solange sie nicht damit drohen, die amerikanischen Bomber, Jäger und Schiffe abzuziehen… 😉

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