Provider kontrollieren unsere Datenpakete, um P2P und VoIP zu bremsen

Man mag es kaum glauben, aber nach einem Bericht von Golem überwachen fast alle europäischen Betreiber von Mobil- und Festnetzen ihre Kunden, also Sie und mich, um Peer to Peer- und Voice over IP-Verbindungen auszubremsen.

Deep Packet Inspection (DPI) nennt man das „Nachsehen“, das in den guten alten Zeiten der Briefpost dem Öffnen eines Briefes und dem Lesen des Inhaltes entspricht.

Eine europaweite Untersuchung der EU-Regulierungsstelle Berec ergab, dass die meisten europäischen Telekommunikationsanbieter gezielt bei Peer-to-Peer- und Voice-over-IP-Kommunikation die Bandbreite reduzieren oder gleich alles blockieren. Für diese Untersuchung wurden 250 Festnetzanbieter und 150 Mobilfunkanbieter ausgewertet. 25 % der Befragten gaben als Begründung für die Überwachung und Filterung Sicherheits- und Integritätsgründe und Spamabwehrmaßnahmen an.

Das Interesse, unsere Kommunikation im Internet zu belauschen und zu begrenzen, wird immer größer. Die einen tun es, weil Sie damit Kosten begrenzen wollen, die anderen, weil sie ihr vorgebliches „Urheberrecht“ schützen wollen – aber Hemmungen, unsere „Briefe“ zu öffnen und abhängig vom Inhalt noch einen Monat liegen zu lassen, bevor sie zugestellt werden oder sie sogar direkt in den Papierkorb zu werfen, hat offensichtlich niemand.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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