Rettungsplan für Solarworld von Gläubigern akzeptiert

Solar-World-AG1Die Gläubiger von Solarworld haben den Weg für eine Sanierung des angeschlagenen Solarmodulherstellers freigemacht. Sie stimmten dem Rettungsplan mit 99,8 % zu, um das mit fast einer Milliarde Euro verschuldete Unternehmen zu erhalten.

Bei diesem Schuldenschnitt verzichten die Gläubiger ohne Gegenleistung auf 55 % ihres in der Firma angelegten Kapitals.

Jetzt wird der Klingelbeutel den Aktionären vorgehalten. Die müssen auf 95 % ihrer Aktienanteile verzichten, wenn Solarworls gerettet werden soll. Das trifft natürlich auch den „Sonnenkönig“ Asbeck, der selbst ca. 28 % aller Aktien hält.

Ein Großinvestor aus Katar steigt mit 35 Millionen Anteil ein und bringt noch ein Darlehen von 50 Millionen Euro mit.

Kenner sagen voraus, dass das alles nicht wirklich helfen wird. Wie die schon vom Markt verschwundenen deutschen Solarunternehmen wird auch das Imperium von Sonnenkönig Asbeck (der mit dem eingezäunten Wald und J.R. Ewing als Werbeträger…) zwischen europäischen Subventionskürzungen und stark subventionierter chinesischer Konkurrenz zerrieben werden.

Im letzten Jahr machte Solarworld immerhin fast eine halbe Milliarde Verlust. Keine guten Aussichten für die Mitarbeiter…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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