Samsung Galaxy S20 mit elektronischen Personalausweis eID

Samsungs Galaxy S20 ist das erste Smartphone in Deutschland , auf dem sich der „elektronische  Personalausweis“ eID nutzen lässt.

Samsung, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die Bundesdruckerei und die Deutsche Telekom Security haben das angekündigt. Die Einführung soll noch in diesem Jahr kommen.

Basis der mobilen eID ist die und in Samsungs Galaxy S20 integrierte Sicherheitsarchitektur. „Sie ermöglicht es den Bürgern, den Personalausweis als eID sicher auf dem eigenen Smartphone zu speichern. Nach der ersten Anmeldung wird der Personalausweis an einen sicheren Ort im Gerät übertragen“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Beteiligten.

Die eID wurde  im Rahmen des Projekts Optimos 2.0 entwickelt und soll eine sichere mobile Authentifizierung gestatten. Diese  Sicherheitsarchitektur steht verschiedenen Anbietern von Identitätsdiensten offen.

Ein Software Development Kit (SDK) dafür stellt Samsung Entwicklern zur Verfügung. „Dies ermöglicht Service Providern und Anwendungsentwicklern, Applets für Trusted Service Manager (TSM) zu erstellen, die in die sichere, auf Chipsätzen basierende und für hoheitliche Anwendungen zertifizierte Plattform geladen werden können. Als Ergebnis können Anwendungen und Dienste nahtlos mit dem eID-Programm zusammenarbeiten“, ergänzten Samsung und die Partner.

Die Deutsche Telekom Security besorgt die Übertragung der Identitäten und die Datenspeicherverwaltung und stellt dafür ihr neues Trusted Service Management System zur Verfügung. Das soll laut Thomas Fetten, CEO der Deutsche Telekom Security, auch die Grundlage für „eine Vielzahl weiterer Anwendungen“ sein.

Nach Angaben von Samsung sind Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra die ersten Smartphones, denen das BSI die für diesen hoheitlichen Einsatz benötigte Konformität bescheinigt hat. Danach erfüllt die Sicherheitsarchitektur der S20-Serie die Anforderungen der eIDAS-Verordnung der EU bis zum Niveau „substantial“. Damit soll sogar der grenzüberschreitende Einsatz nationaler eIDs möglich sein.

Samsung sieht seine Sicherheitsarchitektur künftig nicht als Basis des elektronischen Personalausweises. Man denkt auch an weitere mögliche Anwendungen wie die Speicherung von Führerschein, Krankenversichertenkarte oder auch Auto- und Wohnungsschlüssel auf dem Smartphone. Es sei aber auch vorstellbar, medizinische Unterlagen sicher abzulegen oder sogar ein neues Bankkonto über ein eID-Smartphone zu eröffnen.

Über Klaus

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