SAP reduziert erneut seine Prognosen

Die Corona-Krise bringt den größten Softwarehersteller Europas SAP stärker in Schwierigkeiten als gedacht.  Angeblich wegen neuer Beschränkungen fiel die Steigerung der Nachfrage geringer aus als erwartet, teilte der Dax-Konzern überraschend gestern Abend in Walldorf mit – und korrigierte seine Prognosen zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Jetzt rechnet das Management  mit schwächerem Umsatz und Betriebsergebnis als bisher, und auch der Run auf die Cloudgeschäfte kostet den Softwarehersteller Lizenzgebühren und damit Marge.

Deshalb rechnet das Management um Vorstandschef Christian Klein jetzt mit geringerem Umsatz und Ergebnis als bisher. Weil die Pandemie die Geschäfte mindestens bis Mitte 2021 belasten werde und sich auch die Wechselkurse zuletzt negativ entwickelt hätten, dürften sich auch die Ziele für Umsatz und Ergebnis im Jahr 2023 um ein bis zwei Jahre verschieben. Zusätzlich sorge der schnellere Umstieg der Kundschaft auf die Cloudversionen der SAP-Software für eine vier bis fünf Prozent geringere Marge.

Eigentlich hatte SAP zuvor versprochen, die bereinigte operative Marge von 2018 bis 2023 um 5 Prozentpunkte auf rund 34 Prozent steigern zu wollen. Aber in diesem Jahr rechnet SAP jetzt nur noch mit einem Gesamtumsatz von 27,2 bis 27,8 Milliarden Euro, also einer guten halben Milliarde weniger. Auch das Betriebsergebnis im laufenden Geschäftsjahr soll stagnieren oder sogar etwas geringer ausfallen.

An der Börse hat die SAP-Aktie heute bisher schon über 18 % verloren und liegt wie ein Stein im DAX.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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