Neue Schnelltest-Funktion in Corona-Warn-App 2.1

Die neueste Corona-Warn-App 2.1 für Android und iOS hat jetzt auch eine Funktion, die schon Ende März angekündigt wurde: Nutzer können dort jetzt auch die Ergebnisse von Schnelltests eintragen lassen

Ein negatives Ergebnis wird dann 48 Stunden lang in der App angezeigt. Ein positiver Test bleibt so lange sichtbar, bis die Nutzer das Ergebnis auch teilen. „So soll sichergestellt werden, dass Nutzerinnen und Nutzer andere so schnell wie möglich warnen, um eine mögliche Infektionskette schnell zu unterbrechen“, liest man auf der Internetseite.

Die neue Funktion kommt mit neuen Problemen

Das  funktioniert dann so: In einem Testzentrum muss man den entsprechenden QR-Code einscannen. Steht das Ergebnis dann fest, erhält man eine Benachrichtigung in der App. Das offensichtlichste Problem dabei ist, dass man private Schnelltests nicht eingeben kann.

Das nächste Problem: Das Ergebnis eines Schnelttests wird mit dem eines PCR-Tests „gleichberechtigt behandelt“. Wenn das positive Ergebnis des Schnelltests geteilt wird, bekommen die Kontaktpersonen zwar eine entsprechende Warnung, können der aber nicht ansehen, ob es sich um einen eher sicheren PCR-Test oder einen eher unsicheren Schnelltest handelt.

Es gibt auch noch ein drittes Problem: Die Warnung wegen eines Schnelltests kann nicht wieder zurückgenommen werden, wenn der nachfolgende PCR-Test negativ ist, und damit bleibt dieser Fehlalarm bestehen.

Bisher nur 8 Partner von weit über 100 Testanbietern beteiligt

Es ist aber durch die neue Funktion der App jetzt einfacher, ein negatives Testergebnis vorzuzeigen, wie es je nach Bundesland beispielsweise beim Einlass in ein Geschäft gefordert wird.

Als Partner machen zunächst nur 8 von deutlich über 100 Anbietern mit:

  • Das Bundeskanzleramt
  • Das Bayerische Rote Kreuz
  • dm
  • Doctorbox
  • Ecocare (u.a. Lidl)
  • Huber Health Care
  • Das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
  • testbuchen.de/No-Q

Und auch das muss man als Problem sehen, denn wenn man das Bundeskanzleramt und das Ministerium (die wohl nur die Zahl der Partner aufbauschen sollen, denn wer wird schon vom Bundeskanzleramt oder einem saarländischen Ministerium getestet…) abzieht, sind es nur noch 6 Partner von weit über 100 Anbietern von Schnelltests.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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