Schwester Welle und die Internetfreiheit in China

Nach einer Meldung von Heise mit dem Titel „Westerwelle setzt sich für Internetfreiheit in China ein“ hat sich Außenminister Guido Westerwelle, im Volksmund Schwester Welle, auf seiner dreitägigen China-Reise für Freiheit im chinesischen Internet eingesetzt. Wie kann denn sowas gehen? In der Meldung heißt es:

In einem Gespräch mit Bloggern am Freitag in Peking demonstrierte Westerwelle seine Sorge um die Sicherheit von chinesischen Nutzern, die ihre Meinung im Internet äußern. Mit den Bloggern sprach Westerwelle in Peking eine Stunde lang über die Zensur und Entwicklung des Internets in China. Es habe sich auch eine ‚engagierte Diskussion‘ über den Literatur-Nobelpreis für den chinesischen Schriftsteller Mo Yan entwickelt, wie Delegationskreise meinten. Chinesische Teilnehmer äußerten sich anschließend im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa zufrieden.“

Da werden sich ja in Zukunft nicht nur systemkonforme Chinesen wie Mo Yan, bei dem nicht nur das Kornfeld rot ist, sondern auch systemkritische Chinesen keine Sorgen mehr machen müssen. Chinesische Blogger, haut in die Tasten! Oder vielleicht sicherheitshalber doch nicht?

Foto: Wikipedia / Tim Reckmann

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, Politik, Recht, Sicherheit, Soziales abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.