Seehofer will unbedingt WhatsApp & Co. abhören

In den Medien rumort es weiter wegen Innenminister  Horst Seehofers geplantem Angriff auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Messenger-Diensten wie WhatsApp, denn die vorgeschlagene Reform würde das Sicherheitsniveau von Millionen deutscher Benutzer „schlagartig senken“ und „neue Einfallstore für ausländische Nachrichtendienste und Internetkriminelle schaffen„.

Der Spiegel schreibt in seinem Leitartikel (Bezahlschranke) dazu: „Der Bundesinnenminister plant den wohl umfassendsten Angriff auf Freiheits- und Bürgerrechte seit Rasterfahndung und Großem Lauschangriff.“

Mehr als 100 Organisationen und Firmen hatten letzte Woche in einem offenen Brief vor den Plänen des Innenministers Seehofer gewarnt, Anbieter wie WhatsApp, Signal oder Telegram zu zwingen, ihre Verschlüsselungstechnik so umzusetzen, dass die Sicherheitsbehörden im Verdachtsfall die Kommunikation der Nutzer mitschneiden können.

Die Experten kritisieren, dass durch den Einbau von Schwachstellen auch Mitarbeiter der Betreiber die Kommunikationsinhalte einsehen können. Außerdem wäre das ein Einfallstor für ausländische Nachrichtendienste. Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen beispielsweise auch der Internet-Verband eco und die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung.

Foto: Ralf Roletschek, CC BY-SA 3.0 de

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, Mobilgeräte, News, Politik, Programmierung, Recht, Sicherheit, Soziales abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.