Seit gestern legaler Cannabis-Verkauf in Kalifornien

Die Nachricht des Tages kam heute auf allen Kanälen: Lange Schlangen mit teilweise stundenlangen Wartezeiten kennzeichneten gestern den Beginn des legalen Verkaufs von Marihuana (Hanf, Gras) für jedermann im US-Bundesstaat  Kalifornien. Manche Käufer sollen sich schon in der Nacht angestellt haben, um das Gras ohne Sorge vor Polizeikontrollen zu erwerben.

Nach einem Bericht der „Los Angeles Times“ startete das seit dem Jahresbeginn 2018 zugelassene Geschäft mit Kunden ohne Rezept zunächst nur in einer kleineren Anzahl von Läden, aber schon heute soll der Verkauf aber auf einige Dutzend lizenzierte Verkaufsstellen ausgeweitet worden sein. Analysten erwarten, dass allein der Markt in Kalifornien bis 2020 auf jährlich 7 Milliarden Dollar anwächst.

Nach Colorado, Washington, Oregon, Alaska und Nevada ist Kalifornien der sechste und mit Abstand größte Bundesstaat, der Cannabis nicht nur zu medizinischen Zwecken, sondern generell freigibt – Massachusetts und Maine wollen im Lauf des Jahres folgen.

Für medizinische Nutzer, die Cannabis bisher schon auf Rezept erwerben konnten, drohen durch die Legalisierung für alle jedoch finanzielle Nachteile. Mit dem neuen Cannabis-Gesetz in Kalifornien fallen auch Steuern an, und diese dürften das Gras um bis zu 35 Prozent verteuern.

Das ist zumindest von der Transparenz her kontraproduktiv, denn viele werden sich wegen der enorm hohen Steuern wohl aus Kostengründen weiter im Straßenverkauf versorgen müssen, wo ja auch immer wieder richtig harte Drogen angeboten werden – ganz besonders in den USA mit ihrem Schmerzmittelproblem.

Im Cannabis-Führer GreenState stehen knapp 50 Marihuana-Geschäfte in Kalifornien. Die Firma „Urbn Leaf“ in San Diego versorgte nach eigenen Angaben gestern in nur wenigen Stunden 350 Kunden.

Um Gras zu kaufen, müssen die Kunden mindestens 21 Jahre alt sein und dürfen maximal 28 Gramm Cannabis auf einmal erwerben. Es stammt häufig aus Emerald Triangle im Norden von Kalifornien, der größten Anbauregion für Hanf im ganzen Land.

In Deutschland ist Cannabis als Genussmittel immer noch verboten.

Nur Ärzte dürfen es seit Anfang 2017 als Schmerzmedikament verordnen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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