SnapChat auf der Suche nach älteren Nutzern

Eigentlich zeigt unser Artikelbild alles, was Snapchat ausmacht: Ein nackter Mensch, ein kleiner Geist, der die Zunge herausstreckt, und ein Video-Brille mit dem einfallsreichen Namen „Spectacles“.

Die Sexting-Nacktfotos, die nach einigen Sekunden verschwinden sollen und für viele gerade junge Menschen die Einstiegsdroge waren, verschwinden allerdings nicht immer und die Videobrille ist mit dem Wort „Flop“ auch sehr korrekt bezeichnet.

Die Probleme häufen sich

Die Zahlen für das dritte Quartal sind dermaßen schlecht, dass die Snapchat-Aktie im nachbörslichen Handel gestern Abend um satte 16 Prozent abstürzte. Der Verlust hat sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht, und auch Umsatz und Nutzerwachstum lagen weit unter den Erwartungen der Investoren.

Außerdem musste Snap noch 40 Millionen Dollar auf die Bestände von Hunderttausenden seiner Kamera-Sonnenbrille „Spectacles“ abschreiben, die ja eigentlich als Verkaufsschlager gedacht war.

Ältere Nutzer sollen das Loch stopfen

Und damit fehlen Snapchat Kunden, um die verheerenden Quartalszahlen zu verbessern. Weil das Wachstum sich immer weiter abschwächt, sucht Snapchat sein Heil jetzt bei älteren Nutzern – die kann man aber wohl kaum mit selbstlöschenden erotischen Fotos gewinnen. Also soll der Dienst jetzt gründlich für Senioren umgebaut werden.

Dieser grundlegende Umbau solle Snapchat dann auch mehr ältere Nutzer bringen, kündigte der Mitgründer und Chef des Snapchat-Betreibers Snap, Evan Spiegel, nun an. Nutzer hätten sich oft beschwert, dass die App nur schwer zu verstehen sei, sagte Spiegel. „Deshalb designen wir die App gerade um, um sie einfacher nutzbar zu machen.“

Ob das der Weg in eine prosperierende Zukunft von SnapChat wird, scheint aber doch sehr fraglich…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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