Sony beantragt Gefängnis-Patent für Konsolenspiele

sony-make-believeMan glaubt es kaum: In den USA hat Sony ein Patent auf ein “Elektronische Inhalts-Verarbeitungs-Methode” genanntes Verfahren beantragt, das den
Verkauf oder Tausch von Konsolenspielen unmöglich machen würde.

Der Patentantrag 20130007892  ist aber nur dem Namen nach von geringer Bedeutung. In Wirklichkeit sieht Sony vor, jedes Spielemedium an ein dazugehöriges Nutzerkonto zu koppeln. Als geeignetes Mittel will Sony dabei die immer wieder kritisierten RFID-Tags nutzen, die als Nahbereichsfunksystem von jedermann berührungslos ausgelesen werden können.

Ist ein Spiel mit einem fremden Nutzerkonto verbunden, dann ist es auf
dieser Konsole nicht lauffähig.

Zurzeit versuchen alle Medienverkäufer bei Filmen, Büchern, Spielen und sonstigen Inhalten, nicht mehr zu verkaufen, was der Käufer dann wirklich besitzt. Sie wollen nur das in aller Regel extrem stark eingeschränkte Recht verkaufen, die Inhalte abzuspielen.

Die Einschränkungen sind dabei meist gravierend:

  • Man kann die Medien nicht weiterverkaufen, wenn man sie nicht mehr selbst nutzen möchte.
  • Man kann die Spiele nicht mehr auf anderen als der eigenen Spielekonsole nutzen.
  • Wer mehrere Kinder mit Spielkonsole, Computer, Tablet oder Smartphone hat, muß die Spiele für jede Konsole separat kaufen.
  • Wer seinen Anbieter wechselt, beispielsweise von Apples iPhone auf ein Android-Smartphone, muss alles nochmal neu kaufen.

Man sollte solche Angebote auf keinen Fall wahrnehmen, denn im Grunde ist das Betrug, weil da kein angemessener Gegenwert für das gezahlte Geld geleistet wird.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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