Späte Erkenntnis: Verlage verzichten auf Leistungsschutzrecht

Book_06403_20040730154204_Wiki_Nevit DilmenEs sind nicht etwa die armen und zu schwachen Verlage, die sich der Marktmacht des Suchmaschinenriesen Google beugen müssen, wie es aus so mancher Berichterstattung hervorgeht.

Nein – die Verlage sind einfach nur Abzocker, die versucht haben, als Dankeschön für die kostenlose Werbung für ihre Produkte in den Suchergebnissen von Google auch noch bei der Suchmaschine dafür abzukassieren. Und der Schock war groß, als die Suchmaschine Google sagte, dafür wollen sie nicht zahlen und einfach keine Snippets zu den Büchern mehr veröffentlichte.

Die willfährige Politik, in diesem Fall die Koalition aus CDU, CSU und FDP, hat den gierigen Herrschaften natürlich (gegen eine kleine Parteispende?) sofort ein passendes Gesetz gemacht, das am 1. März 2013 dann verabschiedet wurde.

Und jetzt haben diese Profiteure plötzlich gemerkt, dass sich keiner mehr für ihre Bücher interessiert, wenn sie nicht mit einer Minimalbeschreibung in den Suchergebnissen von Google & Co. auftauchen. Und schon verzichten die feinen Herren aus den Verlagen auf das extra von der Politik für sie gemachte Leistungsschutzrecht.

Das hätten sie auch schon vorher wissen können, aber die blanke Gier vernebelt einem halt recht schnell die Sicht auf die Realitäten. Eines ist aber wohl klar: Die eventuell geflossenen Parteispenden gibt es nicht zurück!

Foto: Wikipedia_CC_Nevit Dilmen

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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1 Antwort zu Späte Erkenntnis: Verlage verzichten auf Leistungsschutzrecht

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