Spanien verlangt EU-Regelung für Online-Mitfahrdienste

TaxisBerlinTegelNach den europaweiten Protesten von Taxifahrern gegen Konkurrenz aus dem Internet will Spanien eine EU-Regelung für diese neuen Fahrt-Vermittlungsdienste. Die spanische Verkehrsministerin Ana Pastor forderte die EU-Kommission auf, sich mit diesen Online-Anbietern wie beispielsweise der amerikanischen Firma Uber zu befassen, die über ihre Smartphone-Apps Fahrten vermitteln. Die Ministerin will das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Ministertreffens setzen.

Spanien wolle erreichen, dass die EU nach Möglichkeit eine einheitliche Regelung für alle Mitgliedsstaaten erstelle, berichtete die Zeitung El País heute unter Berufung auf Regierungskreise.

Gestern hatten Zehntausende Taxifahrer in europäischen Großstädten gegen die neuen Internet-Fahrdienste protestiert. In Madrid gab es wegen eines Streiks 24 Stunden lang überhaupt keine Taxis – in Berlin wurde der Verkehr durch eine Sternfahrt von Hunderten von Taxis lahmgelegt.

Das Madrider Verkehrsministerium hat auch darauf hingewiesen, dass alle Fahrdienste in Spanien Lizenzen brauchten. Bei Verstößen gegen diese Lizenzregelung würden von den Anbietern Geldstrafen von 4.000 und 18.000 Euro und von den Kunden zwischen 400 und 600 Euro fällig.

Bild: Wikipedia, Matti Blume

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