Sparkassen geben die Negativzinsen für Einlagen weiter

SparkasseBanken müssen für die Geldaufbewahrung bei der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen Strafzinsen zahlen. Die Commerzbank war das erste Institut in Deutschland, das diese Kosten an Kunden, die Einlagen ab 100.000 Euro machten, weitergab.

Die Negativzinsen sind bei den Sparkassenkunden angekommen

Jetzt geben auch erste Sparkassen die 0,4 Prozent, die sie bei der Zentralbank für’s Geldaufbewahren als Negativzins abdrücken müssen, an ihre Geschäftskunden weiter.

Sie erheben Gebühren für hohe Geldanlagen und Geschäftskunden müssten zum Teil ein sogenanntes “Verwahrentgelt” für Anlagesummen im Millionenbereich zahlen, bestätigte der bayerische Sparkassenpräsident Ulrich Netzer. “Das machen inzwischen auch andere Banken so”, war die lapidare Begründung von Netzer dazu.

Solange es noch Bargeld gibt, gehen sie an kleine Kunden nicht ran

Für Privatkunden seien Strafzinsen aber noch kein Thema. “Unser Ziel ist, von normalen Sparern keinen Negativzins zu verlangen”, meinte Netzer. Völlig ausgeschlossen seien die aber auf lange Sicht nicht. Es sei fraglich, wie lange die jetzige Situation, hervorgerufen durch die Zinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi, für die Geldinstitute noch auszuhalten sei.

1_euro_2009_2Die Schonung normaler Kleinsparer hat keine soziale Komponente, sondern ist in der berechtigten Sorge begründet, daß die Betroffenen ihr Geld sofort abheben und selbst aufbewahren, sobald von ihnen auch Zinsen für Guthaben gefordert werden.

Auch die Banken selbst denken schon darüber nach, ihr Geld nicht bei der EZB, sondern in eigenen Tresoren zu lagern. Wenn das Bargeld aber erst einmal abgeschafft ist, haben die aber keine Chance mehr, während “Normalmenschen” immer noch auf ausländisches Geld, Gold oder andere Ersatzwährungen umstellen können, bevor die Politiker ihnen auf diese krumme Tour ihr Erspartes stehlen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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