Späte Rache der NPD an Ex-Mitgliedern unter den Piraten

Zwei Mitglieder der Piratenpartei in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind aus- bzw. zurückgetreten. Beide waren früher Mitglieder der NPD, die diese frühere Mitgliedschaft jetzt öffentlich gemacht hat, um sich an den beiden Ex-Mitgliedern zu rächen und gleichzeitig der sehr erfolgreichen Piratenpartei zu schaden.

Der 25-jährige Valentin Seibt, der bis zum 9. Oktober 2011 Kreisvorsitzender der Piraten in Freising war, begründet seinen Rücktritt: „Ich möchte mit diesem Schritt Schaden von der Piratenpartei abwenden, deren Ziele und Werte mir wirklich am Herzen liegen. Meine Mitgliedschaft bei der NPD war ein Fehltritt und das dort gelebte Gedankengut entsprach niemals meinen politischen Überzeugungen. Meine Distanz zur NPD kann man daran erkennen, dass mich der ehemalige NPD KV-Vorsitzende angreift, indem er meine Vergangenheit bloßstellt.“

Matthias Bahner, Kreistagsabgeordneter der Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern, trat am 13. Oktober 2011 zurück und legte alle Parteiämter nieder. Bahner sagte dazu: „Mir ist bewusst, dass ich viele Fehler gemacht habe, indem ich über meine Vergangenheit in der NPD viel zu spät und zunächst auch nur unvollständig Auskunft gegeben habe. Ich bitte dafür um Entschuldigung und hoffe, mich durch ehrliche und gute Arbeit für die Piratenpartei rehabilitieren zu können“.

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