Streaming: Richter Winderlich richtet wunderlich…

Wer sich ein Video oder eine Musikdatei per Streaming aus dem Internet anschaut bzw. anhört, macht sich nach Auffassung von Amtsrichter Mathias Winderlich aus Leipzig strafbar, weil er angeblich dadurch das Werk „vervielfältigt“.

Das riecht förmlich nach einem Gefälligkeitsurteil für die bei dem Prozess um kino.to anwesende Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) – ob es jetzt wohl ein Exemplar vom „Gestiefelten Kater“ für lau für den Gesetzesmann gibt?

Wenn ich etwas vervielfältige, habe ich nach Abschluss des Vorgangs zumindest eine Kopie des Originals, was beim Streaming ja nicht der Fall ist. Eine wunderliche Entscheidung des Richters Winderlich. Und windig ist sie auch…

Nähere Infos zu diesem Treppenwitz der Technikgeschichte hat Golem.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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