Teure Dockingstation für Surface Pro 3 von Microsoft

surface-pro-3-dockingstationAb sofort bietet Microsoft eine Dockingstation für sein schon im Mai vorgestelltes 12-Zoll-Tablet Surface Pro 3 an. Interessierte können sie jetzt in Microsofts Onlineshop für den satten Preis von 200 Euro vorbestellen. Die Auslieferung soll zum 12. September erfolgen.

Für den Preis bekommt man heute schon ein komplettes Notebook, aber Kleinweich versucht echt, den Leuten für nichts als ein Stück Plastik mit einem halben Dutzend Zusatzbuchsen 200 Euro abzuknöpfen, um aus einem sowieso schon sehr teuren Tablet ein Notebook ohne Tastatur und Maus zu machen?

Schon zur offiziellen Präsentation in New York hatte Microsofts das Surface Pro 3 als vollwertigen Notebook-Ersatz beworben. Mit der Dockingstation soll es sich dem Unternehmen zufolge “im Handumdrehen in einen Desktop-PC” verwandeln.

Auch das ist natürlich völliger Marketing-Blödsinn – wer benutzt schon einen Desktop-PC ohne Maus und Tastatur? Oder versuchen Sie mal, Ihr Buchhaltungs- oder Fakturierprogramm durch Betatschen des Bildschirms zu steuern und messen die Zeit, die Sie für einen Buchungsvorfall oder eine Rechnung brauchen.

Noch schlimmer ist das für Internet-Programmierer, die nicht nur mit einem, sondern mit einem halben oder vollen Dutzend Programme von Entwicklungsumgebung über FTP-Programm, Datenbanklösung und Browser bis hin zum Grafikprogramm gleichzeitig arbeiten müssen.

Wer solche unerfüllbaren Erwartungshaltungen schürt, muss sich nicht wundern, wenn ihm die Kunden in Scharen weglaufen. Gerade musste Microsoft erst die Entlassung von 18.000 Mitarbeitern verkünden – und einen Plan für die Zukunft (außer Cloud-Angeboten, die verantwortungsvolle Unternehmen wegen Microsofts Kooperation mit der NSA sowieso nicht nutzen) hat der Softwareriese nicht. Gute N8, Microsoft!

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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