Trump schickt alle Börsen tief ins Minus

Gestern war der erste Börsentag, nachdem die Gespräche zwischen den USA und China geplatzt und die beiden größten Volkswirtschaften der Welt einander mit neuen Strafzöllen drohten, brachen die Kurse an allen Börsen ein. Der Dow-Jones-Index endete mit dem höchsten Tagesverlust seit Januar.

Trumps Irrtum: „Handelskriege sind gut und leicht zu gewinnen.“

Der S&P 500, der die 500 größten US-Konzerne abbildet, verlor 2,41 Prozent, der Dow Jones ging gestern 2,38 Prozent herunter und der Technik-Index Nasdaq verlor sogar 3,41 Prozent. Für den S&P und den Dow markierte das den schlechtesten Mai seit 1973.

Am stärksten litten die US-Branchen, die am meisten vom Handel mit China abhängen: Landwirtschaft, Industrie, Bauwesen, Elektronik. Apple verlor fast sechs Prozent, denn der Konzern braucht China als wichtigsten Wachstumsmarkt und wurde gestern in den USA dazu auch noch mit einer folgenschweren Niederlage in einem Kartellverfahren konfrontiert.

Die US-Bürger bekommen eine hohe Rechnung

Der Mafioso im Weißen Haus tönt zwar,  er finde, das laufe wirklich gut und versteigt sich in die Lüge, die USA würden an den Zöllen viele „Milliarden Dollar verdienen“.  Dabei kommen diese Zölle, die letztlich ja die US-Bürger bezahlen müssen, im Grunde einer verdeckten Steuererhöhung gleich, wie auch Trumps Top-Wirtschaftsberater Larry Kudlow inzwischen auch zugeben musste.

Es gibt Schätzungen, nach denen der Zollstreit eine US-Durchschnittsfamilie bis zu 1.000 Dollar im Jahr kosten könnte. Die Prognosespezialisten von Oxford Economics haben berechnet, dass die Strafzölle bis zum nächsten Jahr die US-Wirtschaftsleistung um 62 Milliarden Dollar reduzieren und das Bruttoinlandsprodukt, das Trump gerne als Erfolg vorführt, um 0,3 Prozentpunkte drücken könnten.

All das macht sehr deutlich, dass Handelskriege eben weder gut noch leicht zu gewinnen sind…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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