Trumps neue Wahrheitskategorie: Alternative Fakten

Nicht nur in Deutschland, wo das Wort “postfaktisch” zum Wort des Jahres 2016 gekürt wurde, sondern in der Presse der ganzen Welt macht eine Wortschöpfung von Donald Trumps Vertrauter und PR-Beraterin Kellyanne Conway die Runde: Alternative Fakten.

Wie man auf unserem Screenshot hinter Trumps stark restaurierter PR-Beraterin Conway klar erkennt, waren zu Barack Obamas Amtseinführung 2009 (rechts) deutlich mehr Menschen gekommen als am Freitag zu Donald Trumps Vereidigung (links). Das bestätigten auch die Fahrgastzahlen der Verkehrsbetriebe.

“The Donald” wollte davon aber nichts wissen und ließ seinen Sprecher Sean Spicer verkünden, das seien alles Fake News und gefäschte Bilder. Trump ließ die Presse sogar bedrohen, um sie einzuschüchtern – das dürfte in den USA, wo am Samstag weit über 4 Millionen Amerikaner gegen Trump auf die Straße gingen, wohl kaum funktionieren.

Nun sollte Kellyanne Conway Spicers Auftritt verteidigen, und sie versemmelte es mit dem Ausdruck “Alternative Fakten” dann so richtig. Mit dem Nebeneffekt, dass viele sich fragen, ob den Verlautbarungen des Weißen Hauses unter Trump überhaupt noch zu trauen ist.

Was auch immer Trump in Zukunft bekannt gibt, seien es Arbeitslosenzahlen, Todesopfer oder Quartalsberichte, könnte künftig zuallererst die Frage aufwerfen, ob er die Zahlen erfunden hat oder ob sie wirklich stimmen.

Screenshot: Focus Online

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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