Übelste Praktiken bei Zalando von ZDFzoom aufgedeckt

Nach der Ausstrahlung der ZDFzoom-Dokumentation „Gnadenlos billig“ über unhaltbare Zustände im Logistik-Center Großbeeren bei Berlin gab es für den Online-Schuhladen, der inzwischen auch Kleidung führt, offensichtlich eine Vielzahl von empörten Reaktionen.

In dem Logistikzentrum dürfen die Arbeiter siebeneinhalb Stunden lang nicht sitzen, alles muss im Stehen gemacht werden. Für Hunderte Mitarbeiter gibt es einen verschmutzten Container mitten in der Halle als Toilette. Das ist alles menschenunwürdig.

Die Zustände, die ZDFzoom durch verdeckte Aufnahmen aus einer Halle zeigen konnte, in der für Zalando gearbeitet wird, führte jetzt dazu, dass das Unternehmen reagierte und Besserung gelobte.

Ein typischer Fall für ein von den anrüchigen Samwer-Brüdern entwickeltes Geschäft aus dem Bereich menschenverachtender Spätkapitalismus. Und machen wir uns nichts vor – verbessert wird da nichts, denn ohne diesen Raubtierkapitalismus funktioniert das Samwer-Geschäftsmodell wegen der hohen Rücklaufquoten einfach nicht – die Samwer-Masche stößt an ihre Grenzen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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1 Antwort zu Übelste Praktiken bei Zalando von ZDFzoom aufgedeckt

  1. Tadeusz sagt:

    Ich fürchte es wäre zu einfach es auf die „Samwer-Masche“ zu schieben. Der Konkurrenzdruck ist halt so stark wie er ist und dann wird bekanntlich am Schwächsten gespart. Otto und Neckermann entlassen jetzt auch. Die Situation anderswo auf der Welt ist ja bei Weitem noch dramatischer. Die Näherinnen der Klamotten verdienen ja nicht mal die 7 Euro am Tag.
    Es nützt nichts selektiv auf Zalando einzudreschen. Hilfreicher wäre es Fair Trade Fashion zu unterstützen. Irgendwann müsste auch Zalando und Co. nachziehen, so wie Bio-Produkte inzwischen auch bei den meisten Lebensmittel-Ketten zu finden sind.

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