Ubuntu: Schluss mit Desktop Unity und Smartphone Edge

Wenig überraschend erklärte Ubuntu-Chef Mark Shuttleworth das Smartphone-Projekt und die Benutzeroberfläche Unity für tot. Den Desktop Unity wollte die Community genau so wenig wie das Ubuntu Phone Edge.

Wer will auch schon Fenster-Buttons auf der linken Seite – selbst Linkshänder machen da nicht mit. Und Touch-Bedienung ohne Touchscreen kommt auch nicht so prickelnd rüber.

Beide Projekte wurden laut Kommentar von Heise unter der Schlagzeile “Ubuntu ist Größenwahn” “nur durch das Ego des Ubuntu-Chefs Mark Shuttleworth am Leben gehalten – und selbst der zieht jetzt die Reißleine”.

Es gibt noch einige Projekte mehr, bei denen es hieß: Ubuntu-Fans gegen den Rest der Linux-Gemeinde:  Upstart (2014), Unity (2014), Mir (2013), Snappy Apps (2015).

Das Ubuntu Phone war allerdings die Krönung der Shuttleworthschen Hybris: Mit einem “wackeligen Betriebssystem ohne nennenswerte App-Angebote auf langweiligen Geräten” kann man halt den Weltmarkt nicht aufrollen.

Und dass schon die Crowdfunding-Kampagne für das Ubuntu-eigne Smartphone Edge grandios floppte, war Shuttleworth offensichtlich auch keine Warnung.

Für diesen Nonsens hat Ubuntu viel Geld aus der Community verbrannt, aber für einen Flug zur ISS für Herrn Shuttleworth hat es offensichtlich noch gereicht, wie das Foto zeigt. Sorry – so nicht, Ubuntu!

Foto: Shuttleworth an Bord der ISS, Public Domain

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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