Übernahme der Standard-Domains von TP-Link-Routern

Freifunk-RouterVIch benutze zu bestimmten Zwecken gerne preisgünstige Router vom Hersteller TP-Link. Auch bei den Freifunkern sind die Router von TP-Link sehr beliebt. Selbst hier im kleinen Münsterlan-Städtchen Lüdinghausen laufen Dutzende dieser Modelle.

Jetzt sind aber nach einem Bericht von Heise Online die beiden Konfigurations-Domains dieser Router in falsche Hände gekommen – muß ich mir jetzt Sorgen machen?

Wie es zu dem unseligen Domain-Transfer kam

Der Vorgang basiert im Grunde auf grenzenloser Blödheit im Hause TP-Link und dabei fällt mir sofort der alte Spruch ein: “Wer keine Probleme hat, der macht sich welche!

Der Router-Hersteller TP-Link hat simpel und einfach vergessen, seine beiden Domains tplinklogin.net und tplinkextender.net für die Router-Konfiguration fristgerecht zu erneuern, so daß ein “findiges Schlitzohr” (Originaltext Heise) diese neu auf sich registriert und sie jetzt zum Verkauf angeboten hat.

Wer den Fehler eines Anderen rechtlich sauber ausnutzt, muß kein Schlitzohr sein. Und der Deal ging voll nach den Regeln – deshalb muß man hier wohl eher TP-Link für mögliche üble Folgen verantwortlich machen.

Rückkaufpreis: 2,5 Mio Dollar pro Domain

Der Preis pro Domain soll bei 2,5 Millionen Dollar liegen, berichtet The Hacker News. Im Moment sieht es aber eher nicht so aus, als wolle das Unternehmen die beiden Adressen zurückkaufen.

Lieber will TP-Link die Adressen aus den Handbüchern schnellstmöglichst verschwinden lassen. Neuere Modelle verweisen sowieso schon auf eine andere Adresse (tpwifi.net), die noch TP-Link gehört. Auf älteren Modellen befinden sich aber noch Aufkleber mit den alten Domain, über die die Firma keine Kontrolle mehr hat.

Was könnte Benutzern passieren?

Wenn die beiden Domains in die Hände von Kriminellen gelangen, könnten diese darüber beispielsweise Schadsoftware verbreiten, Benutzer über Phishing Seiten dazu auffordern, modifizierte Router-Firmware herunter zu laden oder auch persönliche Daten abfragen.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte ab sofort für die Konfiguration nur noch die lokale IP-Adresse seines TP-Link-Routers verwenden.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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