US-Präsident Donald Trump gefährdet den Welthandel

Trump will Chinas Aufstieg zur führenden globalen Wirtschaftsmacht verhindern

Ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Beweise zu liefern, beschuldigt die US-Regierung den chinesischen Konzern Huawei der Spionage und setzt seit gestern Sanktionen gegen das Unternehmen als Mittel im Handelskrieg gegen China ein.

Was schon einmal funktioniert hat…

Ganz offensichtlich wollen die USA des Mafiosos Trump den Aufstieg Chinas zur führenden globalen Wirtschaftsmacht auf diese Tour verhindern. Das Vorgehen mit erfundenen Vorwürfen erinnert stark an die ebenfalls frei erfundenen „Massenvernichtungswaffen“, die vor einigen Jahren als Vorwand für den Krieg gegen den Irak herhalten mussten.

Es trifft nicht nur China und die USA

Die mafiöse Sanktionspolitik der Trump-Regierung trifft aber nicht nur Huawei und US-Konzerne, sondern auch Hersteller in Europa. Der französische Konzern ST Microelectronics musste gestern beispielsweise einen Kursverlust in Höhe von acht Prozent hinnehmen.

Auch das DAX-Unternehmen Infineon verbucht Kursverluste, obwohl es darauf verweisen kann, dass eigentlich ja nur in den USA hergestellte Produkte von den Sanktionen betroffen sein sollten, die bei dem deutschen Chiphersteller nur einen Bruchteil des Geschäftes mit Huawei ausmachen.

An den Reaktionen der internationalen Börsen sieht man, dass der Markt durch die US-Sanktionen deutlich verunsichert ist. Sanktionen und Strafzölle können möglicherweise eine weltweite Rezession mit schwersten Folgen auslösen.

Bitkom-Präsident Achim Berg kommentiert das erpresserische Vorgehen so:

„Der Welthandel ist kein Nullsummenspiel. Der sich weiter verschärfende Handelskonflikt kennt auf allen Seiten nur Verlierer. Politik und Wirtschaft sollten alles dafür tun, dass aus diesem Feuer kein Flächenbrand wird, der die gesamte Tech-Welt erfasst. Gerade die digitale Wirtschaft lebt vom internationalen Austausch. Dieses Global Sourcing ist Basis der einzigartigen Innovationsstärke der digitalen Wirtschaft.

Keine Region, kein Land und kein Unternehmen der Welt kann auf dieses weltweite digitale Ökosystem verzichten. Werden kritische Bauteile oder Software-Module nicht mehr geliefert, kann dies einen kompletten Produktions- oder Wartungsprozess zum Erliegen bringen, Unternehmen existentiell gefährden und im Extremfall ganze Volkswirtschaften ins Straucheln bringen.

Diese gegenseitigen technologischen Abhängigkeiten sind eine politische Verpflichtung: zum Verzicht auf willkürlichen Konflikt und zur unbedingten Suche nach Konsens. Ideologischer Nationalismus und wirtschaftlicher Protektionismus sind ein brandgefährlicher Irrweg.“

Bald ist Europa dran

Europa dürfte es dann als nächsten treffen. Da gibt es ja noch die Importzölle auf Autos, die Pipeline North Stream 2 und die für Trumps Geschmack zu geringen Militärausgaben Deutschlands…

Foto: Gage Skidmore, CC BY-SA 3.o

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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