Vattenfalls Thermosflasche gegen den Gasnotstand

Der Der Versorger Vattenfall baut einen gigantischen Warmwasserspeicher, um Häuser in Berlin im Winter auch beim gefürchteten möglichen Gasnotstand heizen zu können.

Im Berliner Bezirk Spandau entsteht ein 45 Meter hoher und 43 Meter breiter Turm, der rund 56 Millionen Liter heißes Wasser fassen soll. Das Heizkraftwerk, das aussieht wie eine riesige Thermoskanne (und auch genauso funktioniert), ist für die Wärmeversorgung privater und gewerblicher Nutzer gedacht, die per Fernwärme heizen – ganz besonders in Erwartung eines Gasnotstandes in den kommenden Wintern.

Aufheizen mit Ökostrom

So berichtet die Associated Press, dass Strom aus Solar- und Windkraftwerken genutzt wird, um das Wasser nahezu auf Siedetemperatur aufzuheizen. Die Anlage arbeitet als Speicher: Übersteigt das Angebot erneuerbarer Energien die Nachfrage, wird es zum Erhitzen des Wassers genutzt. Die gespeicherte Wärme kann dann wieder freigesetzt werden, wenn sie benötigt wird.

Dem Bericht nach soll die Anlage rund 50 Millionen Euro kosten. “Bei einer thermischen Leistung von 200 Megawatt kann der Speicher 13 Stunden lang Wärme liefern – sogar bei sehr kalter Witterung”, erläuterte die Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme Berlin AG.

Warmwasser wird als Akku genutzt

Schon im April 2023 soll der nach Angaben von Vattenfall größte Wärmespeicher Deutschlands seinen Betrieb aufnehmen. Im Juli 2022 beginnt Vattenfall mit der erstmaligen Befüllung des Speichers. Das dafür benutzte Wasser muss teilentsalzt und entgast werden, um den Verschleiß von Komponenten im Berliner Stadtwärmenetz zu reduzieren, erläutert das Unternehmen. Die Erstbefüllung dürfte dadurch ungefähr zwei Monate dauern…

Bild: Youtube

Über Klaus

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