Vereinte Nationen sollen Internet kontrollieren

Am übernächsten Montag, dem 3.12.2012, beginnt die World Conference on International Telecommunications (WCIT) in Dubai, United Arab Emirates. Dort sollen für die Verwaltung des Internet Beschlüsse gefasst werden, die in den Augen vieler die Zukunft des Netzes stark beeinträchtigen. Dazu gehört zum Beispiel die Übernahme der Kontrolle über das Internet durch die Vereinten Nationen (UN).

Google hat sich dagegen ausgesprochen: „Es gibt eine wachsende Strömung gegen die Freiheit des Internets. 42 Länder filtern und zensieren Inhalte. Allein in den letzten zwei Jahren haben Regierungen 19 Gesetze erlassen, die die freie Meinungsäußerung im Netz bedrohen“.

Veranstalter der Konferenz ist die UN-Organisation International Telecommunications Union (ITU). Verhandelt wird natürlichhinter verschlossenen Türen. Und natürlich sind nur Regierungen zu der Konferenz zugelassen. „Ingenieure, Unternehmen und die Menschen, die das Web aufbauen und nutzen, haben keine Stimme“, bemängelte Google.

Es sollen Regeln vorgeschlagen worden sein, die es Regierungen erlaubten, die freie Rede im Netz einzuschränken, sagte Google. Andere Anträge sollen sich darauf beziehen, dass große Anbieter wie zum Beispiel Youtube, Facebook oder Skype Abgaben zahlen sollten, wenn sie ihre Dienste Nutzern in anderen Ländern zur Verfügung stellten – davon wäre Google selbst auch betroffen. „Die ITU ist der falsche Ort, um über die Zukunft des Internets zu entscheiden“, resümierte Google.

Dehalb hat Google die Nutzer in aller Welt dazu aufgefordert, sich dem Protest dagegen anzuschließen. Die Suchmaschine hat eine Website eingerichtet, auf der Nutzer „sich für ein freies und offenes Internet“ aussprechen können.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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