Vodafone schließt seine Mobilfunk-Femtozellen

Mobilfunkanbieter Vodafone kündigt jetzt seine Verträge mit Kunden, die eine UMTS-Femtozelle zur Verbesserung der Inhouse-Versorgung für Mobiltelefone betreiben.

Diese Kleinstzellen helfen den Nutzern von Gebäuden zu nutzbaren Mobilfunk-Verbindungen beispielsweise in innenliegenden Räumen oder in Kelleretagen.

Vodafone führte das Angebot auf Basis von Huawei-Technologie vor einigen Jahren ein. Dazu musste der Kunde die Zelle bei Vodafone anmelden, mit Strom versorgen und natürlich auch mit einem Internetanschluss mit hoher Datenrate verbinden.

Ohne Kooperation mit Huawei geht es nicht

Bei der Nutzung einer Femtozelle fallen normale Verbindungsgebühren an, Rabatte für die Betreiber gibt es nicht. Beim Wechsel zwischen diesen privat betriebenen Femtozellen und dem von Vodafone betriebenen Mobilfunknetz findet auch ein reguläres Handover statt.

Der Mobilprovider stellte die Vermarktung schon vor 3 Jahren ein, nachdem der Kooperationsvertrag mit Huawei jetzt ausgelaufen ist, kündigt Vodafone alle noch laufenden Femtozellen.

Viele haben die Femtozellen nicht wirklich interessiert, denn sie kosten Geld und sind nur ein schwacher Ersatz für echte Indoor-Versorgung mit Internet und Mobilfunk. Ich selbst kenne auch niemanden, der eine solche Femtozelle betreibt oder bereit wäre, dafür Geld zu zahlen.

WiFi-Calling über WLAN-Hotspots als Ersatz für die Femtozellen

Eigentlich hat ja fast jeder einen Wifi-Hotspot, und damit funktionieren zumindest Whatsapp und VoIP auch bei fehlender Mobilfunk-Netzabdeckung.

Jetzt bietet Vodafone ja endlich auch WiFi-Calling kostenlos an, und damit werden Femtozellen endgültig obsolet, denn alle GSMA-Dienste stehen nun auch über WLAN-Verbindungen zur Verfügung. Man muss zwar aktuell bei der Geräteauswahl noch etwas aufpassen, denn nicht jedes Smartphone unterstützt WiFi-Calling, aber das ist durchaus vertretbar und wird auch in Zukunft sicher immer besser werden. Last not least macht es keinen zusätzlichen Aufwand irgendwelcher Art und ist dazu auch noch kostenlos.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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