Vom Internet auf den Straßenstrich

Es ist eine beliebte Methode der Politiker, einen „guten Zweck“ als Begründung für die Überwachung von Online-Inhalten herzunehmen (Warum fällt mir da sofort Thomas de Maizière ein?).

Das passiert auch gerade mal wieder bei Sexarbeitern in den USA, deren Online-Werbung jetzt durch ein neues Gesetz namens SESTA (Stop Enabling Sex Traffickers Act) eingeschränkt werden soll.  Die Politiker wollen dafür die Betreiber der Internetseiten haftbar machen, auf denen (codierte) Anzeigen für Sex-Angebote erscheinen. Als Beispiel dafür wird gerne die Seite backpage.com hergenommen.

Bisher haben sich die großen Internetkonzerne vehement gegen dies Ansinnen gewehrt, aber gerade bricht der Widerstand zusammen, weil die Konzerne sich in einer Art PR-Krise befinden.

Das wird aber höchstens dazu führen, dass die Sexarbeiter demnächst ihre Angebote nicht mehr im Internet, sondern auf dem Straßenstrich machen werden – und das ist eher keine Verbesserung ihrer Situation…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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