Was hat der Münchner OB Dieter Reiter (SPD) gegen LiMux?

Dieter_Reiter_2013d_by_Konrad_Ferterer,_SPD_MünchenSo mancher hat sich schon gefragt, warum auf einmal das so hochgelobte und auch wirklich beachtenswerte Projekt LiMux in München, bei dem die IT der Stadt München komplett auf Linux umgestellt wurde, um die massiven Lizenzkosten bei Microsoft zu sparen, jetzt wirklich vom Münchner Oberbürgermeister und bekennenden Microsoft-Fanboy Dieter Reiter (SPD) zugunsten einer Rückwende zu teuren Microsoft-Lösungen beendet werden soll.

Schließlich hat sich Limux inzwischen in fast ganz Europa zunehmend zum Behördenstandard für freien Software entwickelt – warum also vorwärts in die Vergangenheit?

Berechnungen des Vorsitzenden der Grünen-Fraktion ergeben, dass durch die Umstellung auf Limux ca. 11 Millionen Euro eingespart wurden.

Dazu hat Golem heute einen Bericht gebracht, der das ganze recht klar verdeutlicht: Die neuen Chefs brauchen natürlich für ihr Ego Apples iPhones als Diensthandys, obwohl zu einer Linux-Umgebung eher das weltweit meistverbreitete Mobilbetriebssystem Android passt, denn das ist auch ein Linux-Ableger.

Wegen der durch Geheimdienste und andere Gefahren unsicheren iCloud von Apple musste dafür zusätzlich eigens ein Server eingerichtet werden, der als stadteigener Ersatz für die iCloud von Apple dient. Das soll die Vertraulichkeit der Daten der Münchner Bürger gewährleisten und Support und Wiederherstellung unabhängiger von Apple ermöglichen.

Das verkaufte Microsoft-Fanboy Reiter als „Probleme mit einem Limux-Mailserver“ und versuchte, daran eine Re-Migration aufzuhängen. Dabei wäre dies Problem natürlich auch bei Microsofts Mobilbetriebssystem Windows Phone aufgetreten – denn es ist ein Apple-Problem und hat nichts mit der benutzten offenen Software zu tun.

Jetzt tauchen im Netz auch schon die ersten Fragen dazu auf, ob der OB Reiter von der Arbeiterpartei SPD mit iPhone und Windows-Affinität einfach nur auf einem teuren, aber nicht unbedingt edlen Ego-Trip ist, oder ob Microsoft und Apple ihm das irgendwie schmackhaft gemacht haben…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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