Was man gegen “obdachlose Penner” tun kann

ObdachlosIm heiligen Geiste des Pfingstfestes möchte ich aus aktuellem Anlass auf etwas hinweisen, das ich aus unserem deutschen Landstädtchen Lüdinghausen bisher nur als Mittel gegen Tauben kannte:

Bei vielen Häusern beispielsweise in der Langebrückenstraße – insbesondere  Geschäftshäusern – wurden spitze Drähte auf den Fensterbänken angebracht, um Tauben an der Landung zu hindern. Das ist noch nachvollziehbar – wenn auch schon sehr bedenklich.

Es geht aber noch schlimmer: Das Prinzip wird jetzt offensichtlich weltweit gegen obdachlose Menschen angewandt – die Verlierer der Konsumgesellschaft, die keine Lobby mehr haben. Man sollte die Verantwortlichen für diese üblen “Abweiser” zwingen, zumindest eine Regennacht dort zu verbringen.

Die Bilder links zeigen den wind- und regengeschützten Winkel neben dem Eingang eines Hauses in London. Nachdem vor kurzem mal ein Obdachloser dort geschlafen hat, wurden nadelspitze Metallspikes in den Boden eingelassen, damit das nicht nochmal passiert.

Das dritte Foto wurde offenbar in Japan gemacht: Eine runde Bank aus Metall kann nicht als Schlafplatz benutzt werden.

Das Foto rechts außen zeigt eine Brücke in China, unter der wegen der vollständigen Bestückung des regengeschützten Bereiches mit Spikes auch kein Obdachloser mehr schlafen kann.

Bei Twitter ist die Empörung zwar groß, aber die Hilfsorganisationen zeigten sich von den Bildern kaum überrascht. Solche Metallstäbe (Anti Homeless Spikes / Obdachlosen-Abweiser) werden schon seit mehr als zehn Jahren gegen Obdachlose verbaut, heißt es von dort.

Das Problem wird aber größer: In den letzten drei Jahren sei allein die Zahl der Menschen, die in London auf der Straße schlafen, um 75 Prozent gestiegen, hat der “Guardian” eine Hilfsorganisation zitiert. Danach lebten im letzten Jahr mehr als 6400 Leute allein in der britischen Hauptstadt London auf der Straße.

Per Twitter wurden diese Bilder mit den Metallstacheln verbreitet und stießen so eine Debatte über den Umgang mit Obdachlosen an. Asozialer geht es ja wirklich nicht mehr. Das ist die Gesellschaft, auf die Mutti und Kollegen zusteuern – halten Sie dagegen!

Frohe Pfingsten!

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