WhatsApp will jetzt Kohle von den Benutzern

John D. Rockefeller (1839-1937) war ein Tunichtgut, der sich „in vielen zweifelhaften Berufen versucht hatte“. Einmal war er nach diversen Internet-Quellen sogar in Moravia sogar wegen Notzucht angeklagt, aber nicht verurteilt worden. Irgendwie erinnert das an Donald J. Trump…

Rockefeller war aber auch sehr geschäftstüchtig und zeigte die für geschäftlichen Erfolg nötige Abgebrühtheit. Deshalb stieg er auch in den Ölhandel ein – und wurde damit zum reichsten Mann der Welt.

Das Rockefeller-Prinzip

Sein Vorgehen wurde später zum Prinzip erhoben:  Eine Strategie der Markterschließung, bei der ein Produkt kostenfrei oder zu extrem günstigen Preis angeboten wird, um mit über dieses Produkt verkauften Verbrauchsmaterialien oder Dienstleistungen dann Gewinne zu erzielen. Man könnte es auch das erste Abomodell nennen.

John D. Rockefeller verschenkte Öllampen bzw. gab sie extrem günstig ab, mit dem Ziel, ihnen dann das Öl für die Lampen (in Konkurrenz zu den damals üblichen Talgkerzen) zu verkaufen – das Rockefeller-Prinzip war geboren.

Diesem Prinzip gehorchen beispielsweise auch die Tintenstrahldrucker, die einem ja beim Klauen nachgeworfen werden, und deren Tintenpatronen Gold enthalten müssten, wenn sie soviel wert wären, wie dafür verlangt wird.

Natürlich auch „kostenlose“ Smartphones, bei denen man als „dämliches Opfer“ über den Mobilprovidervertrag die Kohle in die Taschen der modernen Rockefellers fließen lässt.

WhatsApp versucht es jetzt auch wie Rockefeller

Auch Mark Zuckerberg will jetzt das Rockefeller-Prinzip nutzen. Nachdem bisher die Benutzung des zweifelhaften Messengers für alle kostenlos war, will der Facebook-Chef, der WhatsApp für schlappe 22 Milliarden zugekauft hat, auch endlich und dauerhaft damit Kasse machen.

Wer WhatsApp für die geschäftliche Kommunikation nutzt, soll deshalb künftig auch dafür bezahlen. Also wie gehabt: erst kostenlos anfüttern, möglichst abhängig machen, und dann in alle Ewigkeit kassieren.

Mark Zuckerberg bittet jetzt Firmen zur Kasse

Zunächst geht es WhatsApp um Firmenkunden, die Facebooks Kurzmitteilungsdienst für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen, sagte der für das operative Geschäft zuständige WhatsApp-Manager Matt Idema dem Wall Street Journal.

Mich kann das in keiner Weise treffen, denn ich habe WhatsApp nach den neuen, rechtswidrigen Nutzungsbedingungen schon im September letzten Jahres von meinem Smartphone verbannt

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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