Wie man das horizontale Gewerbe flachlegt

pornoAuf Erotikplattformen (vulgo: Porno-Seiten) im Internet bieten meist weibliche Darstellerinnen Sex-Chats und -Webcamshows für zahlende Mitglieder an. In eine Online-Sexchatplattform in Hessen ist ein Computerkrimineller eingedrungen und hat 212.000 Euro erbeutet. Er wurde dafür jetzt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs und anderer Straftaten verurteilte ihn das Landgericht Gera gestern zu dreieinhalb Jahren Haft. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, berichtet der MDR.

Das Gericht sei überzeugt, dass der Angeklagte von April 2008 bis November 2009 wiederholt ins Computersystem einer Firma in Hessen eingedrungen sei, sagte der Vorsitzende Richter. Dort habe er Nutzerkonten von Erotikdarstellerinnen so geändert, so dass die Auszahlungen auf seine Bankkonten und Konten eines Bekannten und seiner Mutter gebucht wurden.

Die Staatsanwaltschaft sprach von einer hohen kriminellen Energie. Für seine Betrügereien habe der Verurteilte Nutzerkonten entsperrt und andere Chat-Profile genutzt. Ein Zeuge schilderte, wie der Mann die Auszahlungen verschleiert hat, so dass sein Vorgehen recht lange unbemerkt blieb. Verurteilt wurde er auch wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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