Windows 10-Endspurt läuft auf vollen Touren

MuK20070613Es hat sich wohl herumgesprochen, daß es mit den kostenlosen Upgrades auf Windows 10 am übernächsten Freitag vorbei ist. Danach muß man dann für die Home-Version 135 Euro und für eine Professional-Version sogar 279 Euro bezahlen.

Die letzten kostenlosen Upgrades laufen

Man kann ja zu Windows stehen, wie man will, aber wenn schon ein Microsoft-Betriebssystem, dann geht nach meiner Erfahrung nichts über Windows 10. Es ist schneller, stabiler und holt aus gegebener Hardware einfach mehr heraus als jede vorherige Version. Leider ist es auch deutlich neugieriger als seine Vorgänger, aber dagegen kann man auch mit Bordmitteln etwas tun.

Ich hatte gestern auch mal wieder das Vergnügen, einen Laptop (Dell Vostro) von Windows 7 auf Windows 10 upzugraden. Der Dell Service kennt auf die Frage, ob ein Gerät auf Windows 10 upgegradet werden kann, genau drei Antworten: “Ja”, “Nein” und “Nicht getestet”. Das Gerät war von letzterem Typ – es war also durchaus ein Vabanquespiel mit offenem Ende.

Weil der Rechner einem Freund, nämlich unserem Hauptlieferanten für gute Fotos Martin gehört, hat das Spaß gemacht, denn so ein Upgrade dauert ja mehrere Stunden, die man irgendwie überbrücken muß.

Mit Download des Microsoft Media Creation Tools, Installationsvorbereitungen und der eigentlichen Installation waren das gestern knapp vier Stunden, die wir für ein ausgiebiges Pläuschchen über Gott und die Welt genutzt haben – der Upgrade läuft ja nahezu automatisch, man muß nur gelegentlich mal auf irgendeine Schaltfläche klicken.

Glück hatten wir dabei auch noch, denn als Martin sich gestern Abend wieder verabschiedete, lief auf seinem Laptop das geschenkte Windows 10.

Microsoft erreicht sein Ziele trotz Gratis-Upgrades nicht

Der Konzern aus Redmond hatte sich ja vorgenommen, bis 2018 eine Milliarde monatlich aktive Windows 10-Systeme am Start zu haben – das wird aber wohl nicht klappen können. Vorhersagen sind zwar schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen, aber Microsoft sieht und verlautbart das inzwischen auch genauso.

Aktuell sind es erst 350 Millionen monatlich aktive Geräte, obwohl Microsoft wirklich jedes Elektronikkästchen mitzählt, auf dem man Windows 10 installieren kann: Desktops, Notebooks, Tablets, Smartphones, die Xbox One und die neue S-Variante, die beiden Surface Hubs, die Hololens-AR-Brillen und sogar die IoT-Geräte.

BallmerNSADaß die gewünschte Milliarde bis März 2018 nicht erreicht werden kann, liegt hauptsächlich an der schwächelnden Smartphone-Sparte, bei der man trotz der schlechten Resonanz auf Microsofts Kacheloberfläche aus der Ballmer-Zeit nicht bereit war, sich mehr an Android zu orientieren – dafür zahlt der Konzern jetzt den Preis…

Foto: Martin und Klaus, Dr. Martin Merz, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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