Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs ein gutes Neues Jahr ohne Wachstum!

Die ersten leben schon in 2012, bei uns dauert es noch knapp vier Stunden, bis auch wir im neuen Jahr angekommen sind. Dem alten Jahr 2011 wird wohl kaum jemand hinterher weinen, es brachte nichts als Krisen, die sich im nächsten Jahr verstärkt fortsetzen werden, weil sich die Reichen und die Mächtigen weigern, die Ursachen dafür zu realisieren.

Ob Wirtschafts-, Finanz- oder welche Krise auch immer – sie sind alle aus demselben Grund gekommen: Weil es sich den Bänkern, Politikern und ihren profitierenden Kollaborateuren in den oberen und mittleren Gesellschaftsschichten einfach nicht bewusst werden will, dass es kein Wachstum mehr geben kann und wird.

Wachstum war zu keiner Zeit eine Zielvorstellung, sondern schon immer ein perverses Kennzeichen der Ausbeutung von anderen Menschen. Das Wachstum hat uns letztlich nichts anderes als einen fast zerstörten Planeten, mehrere Tausend Milliarden Euro Schulden und eine sozial zerrissene Gesellschaft ohne jegliche Moral beschert. Es hat der Jugend jede Chance genommen und das Alter in die Armut gestürzt.

Mehr als ein Viertel aller Deutschen muss inzwischen nachdenken, ob sie am Monatsende zum Arzt gehen sollten oder besser eine warme Mahlzeit am Tag essen. Beides zusammen geht heute für sehr viele Menschen nicht mehr.

Die Altersarmut ist durch die Rentenkürzungsgesetze (vornehm „Rente mit 67“ genannt) schon fest zementiert, und wer sich Gesundheit nicht mehr leisten kann, für den gibt es dann nur noch das „sozialverträgliche Ableben“.

Soylent Grün wäre eine noch sozialere Alternative. Der Film kam im Jahr 1973, also ein Jahr nach dem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome. Ich war damals 25 Jahre alt, und das Buch war seinerzeit Pflichtlektüre wie Freud, Tolkien oder Castaneda. Für das inzwischen über 30 Millionen mal verkaufte Buch erhielt der Club of Rome den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Die Quintessenz des Berichts „Die Grenzen des Wachstums“ war: „Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“

Recht hatten Sie.

Unsere Kinder werden aber wohl nicht an den von uns gemachten Schulden (aktuell 2028 Milliarden Euro) kaputtgehen, die zwingen schon unsere Renten in die Knie. Und mit den Schulden machen wir dann auch noch die Enkel fertig!

Guten Rutsch!

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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